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Eine Stückentwicklung von Susanne Frieling & Hannah Stollmayer

Franz und Karl Moor gehören zu den bekanntesten Brüdern auf der Theaterbühne. Doch um die geht es hier nur am Rande. Denn „Die Räuber“ von Friedrich Schiller oder auch Astrid Lindgrens „Brüder Löwenherz“ sind nur Ausgangspunkt für eine recherchebasierte Auseinandersetzung mit Geschwisterkindern.
In Deutschland leben etwa 10,4 Millionen Menschen mit Behinderung; schätzungsweise haben zwei bis vier Millionen Kinder und Jugendliche mit Behinderung ein Geschwisterkind. Diese Geschwisterkinder leisten einen enormen Beitrag zur sozialen Teilhabe. Sie sind Gefährt*innen und Kompliz*innen in den Kinderjahren, gehen Eis essen, sind Dolmetscher*innen für die Außenwelt und kümmern sich als Erwachsene um finanzielle und rechtliche Belange. Sie selbst und ihre eigenen Bedürfnisse werden jedoch oft nicht wahrgenommen – nicht in der Öffentlichkeit, nicht in der Politik.
Ausgehend von Interviews, Community-Beiträgen und literarischem Material fragt „KARL!“ nach den familiären, gesellschaftlichen und strukturellen Verhältnissen zwischen Geschwistern mit und ohne Behinderung.
Die Inszenierung entsteht in Zusammenarbeit mit einem Schauspieler des Theater HORA aus Zürich. Das Theater HORA ist eine der bekanntesten freien Tanz-, Theater- und Performance-Gruppen der Schweiz, die gleichzeitig eine (Kultur-) Werkstatt für Menschen mit einer IV-zertifizierten „geistigen Behinderung“ ist.


REGIE SUSANNE FRIELING

VIDEOKONZEPT + VIDEOREGIE FLORIAN SCHAUMBERGER

KAMERA SIMON CARL KÖBER

DRAMATURGIE HANNAH STOLLMAYER

VON UND MIT Miguel Jachmann

MIT Andy Böhni (im Video/Theater Hora)

ZUM THEATER KONSTANZ

 
 
 
 

FOTOS © GABRRIELE