Wann hörten die Gefühle auf, echt zu sein? Wann begann jede Handlung bewertet zu werden als sei sie für ein Publikum inszeniert? Wiederholung, Vervielfältigung und Remontage sind zentrale Methoden in Tom McCarthys vielgelobten und kürzlich bei der Berlinale auch als Film präsentierten Roman „8 ½ Millionen“. Er erzählt von einem Mann, der endlich wieder den einen Moment erleben möchte. Bevor jede Handlung ungelenk wurde und second hand. Er investiert sein gesamtes Vermögen in ein himmelstürmendes Projekt: die perfekte Wiederholung vergangener Ereignisse seines Lebens. Er kauft Häuser, heuert ArchitektInnen an, BauunternehmerInnen, HandwerkerInnen, AusstatterInnen und natürlich Nach-SpielerInnen: die immer vollständigere Simulation der eigenen Vergangenheit verspricht ihm Verschmelzung mit sich selbst...
Mit „8 ½ Millionen“ läutet die Gruppe GIESCHEand die zweite Spielzeit des Projektes „Future Shock“ an den Münchner Kammerspielen ein und befasst sich weiter mit der Frage nach den Auswirkungen von Fortschritt und Technologie auf unser Welterleben.

REGIE ALEXANDER GIESCHE

AUSSTATTUNG NADIA FISTAROL

VIDEO FLORIAN SCHAUMBERGER

LICHT CHARLOTTE MARR

MUSIK LUDWIG ABRAHAM

DRAMATURGIE BENJAMIN VON BLOMBERG

KÜNSTLERISCHE PRODUKTIONSLEITUNG HANNAH SAAR

KÜNSTLERISCHE BERATUNG AUKJE VERHOOG

MIT FRANZ ROGOWSKI, MAJA BECKMANN, CHRISTIAN LÖBER, LASZLO BRANKO BREIDING, MAX KRAUSE, ANNA KATHARINA PLATEN

MÜNCHNER KAMMERSPIELE

 

FOTOS © JULIAN BAUMANN